Klassenfahrt nach Sylt

(von Petra Niehardt)

Die Abschlussfahrt der Klasse 10d auf die Nordseeinsel Sylt war ein voller Erfolg, denn das Wetter war so hervorragend, dass die Pullover im Koffer bleiben konnten. Ganz im Gegenteil: Die SchülerInnen mussten aufpassen, dass sie sich morgens ausreichend gegen die Sonne eincremten.  

Ein kleiner Kutter wartete am Dienstagmorgen am Hafen, um die Klasse und noch weitere Passagiere zu den Seehundbänken hinaus zu fahren. Einige Schüler betrachteten ihn mit Skepsis, aber da das Meer ruhig war, wurde keiner seekrank. Der Kutter fuhr ganz nah an die dänische Insel Römö heran, bevor er sich den Seehundsbänken näherte. Während der Fahrt gab es Gelegenheit, Seetiere zu betrachten und sogar anzufassen, die mit einem Eimer aus dem Meer geholt worden waren. Zurück an Land wurde zuerst gepicknickt, bevor es in das Naturgewalten-museum ging, wo die SchülerInnen sich nicht nur mit den verschiedenen Erscheinungs-formen von Wind und Meer und ihrem Einfluss auf die Nordseeinseln auseinander-setzen konnten, sondern auch einen Einblick in die Tierwelt in und am Meer erhielten.

Am Mittwoch stand das Naturschutzgebiet Wattenmeer auf dem Programm. Der Tag war zwar warm, aber der Himmel bedeckt, so dass keiner der prallen Sonne ausgesetzt war. Der Führer der Wattwanderung war ein Biologiestudent, der sich mit allen Lebewesen und den Zusammenhängen im Lebensbereich Wattenmeer bestens auskannte. Die Schüler, denen das Zuhören schwerfiel, konnten mit dem Spaten nach Wattwürmern und Krebsen graben. Die eifrigen Zuhörer wurden mit interessanten Informationen belohnt, so dass sie hinterher z.B. männliche und weibliche Krebse unterscheiden konnten und wussten, welche invasiven Arten die Lebenswelt im Watt bedrohen. Außerdem erfuhren sie, warum das sichtbare Watt bräunlich ist, während sich darunter schwarzer Sand befindet, und warum die Hinterlassenschaften der Wattwürmer nicht nur kein bisschen ekelig, sondern unverzichtbar sind für ein gesundes Watt. Durch diese sehr informative Führung wurde jedenfalls allen SchülerInnen der 10d noch einmal deutlich vor Augen geführt, warum sie lieber auf Plastiktüten verzichten sollten, wenn sie das Meer und seine Bewohner schützen wollen.