Namibia!

(NIE) Am 21.11. wartete auf den Profilkurs 8 Interkulturelles Lernen eine Überraschung: Ein unbekannter Mann saß im Klassenraum und bemühte sich Bilder auf einen Uralt-Laptop hochzuladen, da er ein entscheidendes Kabel für seinen Computer vergessen hatte. Mithilfe von Alexander Feuker, der als Lehramtsstudent an Interkulturalität interessiert ist, gelang es, die Technik zu bändigen.

 

Anhand von beeindruckenden Bildern aus Namibia schilderte Werner Bojert, Mathelehrer im "Ruhestand", was ihn dazu trieb, in den Süden Afrikas zu reisen, um dort seine Dienste als Mathelehrer anzubieten, zuerst in dem Kinderhilfswerk UNCSO in Usakos, und seit diesem Jahr an der Grundschule in Omaruru. Namibias Einwohnerzahl ist mit gut 2 Mio mit Hamburg zu vergleichen, ist aber flächenmäßig erheblich größer als Deutschland: 824.116 km². Große Teile davon sind Wüste, die Namib, von der Namibias Name stammt. Die Amtssprache ist Englisch und somit auch die Sprache, in der Unterricht abgehalten wird. Der Ort Omaruru wurde nach einem beliebten Joghurtgetränk genannt.

 

Die SchülerInnen erfuhren, dass man in Namibia sieben Jahre lang zur Grundschule geht. Dort hat zwar jeder einen eigenen Tisch, aber der ist sehr klein. Fachräume gibt es nicht, z.B. Sportunterricht wird draußen abgehalten. Das ist auch kein Problem, denn Herr Bojert berichtet, dass in der ganzen Zeit, die er in Namibia verbracht hat, noch kein Tag ohne Sonne vergangen sei.

Zur Zeit ist in Namibia Sommer mit Temperaturen von über 40 Grad. Herr Bojert erzählte, dass die Kinder bei 25 Grad an zu frieren fangen. Unvorstellbar!

Besonders gefielen die vielen exotischen Tiere: Den kleinen Löwen wollten alle sofort streicheln und die Zebras wirkten geradezu zahm, so nah ließen sie den Fotografen herankommen. Auch vor der größten Seelöwenkolonie der Welt sind wir jetzt gewarnt: Sie soll ganz schön unangenehm riechen.

Die zwei Schulstunden waren so schnell vorüber, dass es noch ganz viel Bilder und Geschichten gab, die wir hätten sehen und hören können. Aber vielleicht hat demnächst noch eine andere Klasse das Glück, so anschaulich über ein fernes Land informiert zu werden, das mal eine deutsche Kolonie war.