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Politikunterricht mit Herrn Böhrnsen

Wilhelm-Kaisen-Schüler diskutieren mit dem Bürgermeister

Am 18.11. stand Bürgermeister Jens Böhrnsen 2 Schulstunden den Schülern und Schülerinnen der WKS Rede und Antwort.

Als der Bürgermeister um 10.05 die Aula betritt, wird er von den Klassen acht bis zehn freundlich begrüßt. Und dann prasseln zuvor im Unterricht vorbereitete Fragen zu einzelnen Themenfeldern auf ihn ein. Viele wollen von ihm Persönliches erfahren. Böhrnsen bekennt, dass er den Tag gerne etwas später beginnt. „So gegen 8.40 Uhr" sei er meistens im Büro. Dann habe er aber schon einige Tageszeitungen gelesen und sich über das politische Geschehen informiert. Am besten gefalle ihm an seiner Arbeit sein Arbeitsplatz: das Bremer Rathaus. Die Schüler wollen wissen, was er gegen den Bremer Schuldenberg unternehmen wolle und machen auch gleich einen Vorschlag, wie Bremen zu Geld kommen könne: Menschen, die in Bremen arbeiten, sollten dort auch ihre Steuern bezahlen. Böhrnsen findet den Vorschlag attraktiv, aber politisch nicht durchsetzbar. Zu den Bremer Schulden sagt er, dass das Land spare, wo es könne. Aber er sieht auch Grenzen. „Ich kann doch nicht noch mehr an der Feuerwehr, der Polizei oder den Schulen sparen!" Die Schüler bräuchten sich aber keine Gedanken machen, dass Bremen pleite gehe. „Ein Bundesland kann nicht pleite gehen!"

Zur Frage nach der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken legt sich Böhrnsen fest: „Wir werden uns weiterhin gegen eine Laufzeitverlängerung einsetzen!"

Wie sehen Bremens Pläne für saubere Energien aus? Wie können Ausländer dazu gebracht werden, Deutsch zu lernen? Wie soll man mit kriminellen Ausländern umgehen? Diese und andere Fragen muss der Bürgermeister noch beantworten.

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Aber er hat auch eine Botschaft an die Schüler. Er fordert sie auf, sich zu engagieren, in Vereinen, Kirchen oder Parteien. „Legt euer Schicksal nicht in die Hände anderer. Handelt demokratisch und habt Respekt voreinander."

Nach anderthalb Stunden ist der etwas andere Politikunterricht zu Ende.

Anlass für den Besuch des Bürgermeisters war die erfolgreiche Teilnahme der Schule an dem Bundeswettbewerb „Demokratisch handeln." Die WKS hatte sich mit einem Projekt zu „60 Jahre" Grundgesetz daran beteiligt. Böhrnsen fand dies „vorbildlich" und bot daraufhin der Schule einen Besuch an.

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