Sekou Bangoura stellt den Verein KANIA vor

(von Petra Niehardt)

Der 27. Oktober war ein besonderer Tag an der WKO: Ein freundlich lächelnder Herr nahm Schüler und Schülerinnen aus dem Profil „Interkulturelles Lernen“ in Jahrgang 10 und aus dem gesamten fünften Jahrgang mit auf eine Reise nach Guinea.

Sekou Bangoura, der selbst aus diesem westafrikanischen Land stammt, ist der Projektleiter des Vereins KANIA, der in ländlichen Regionen Guineas Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Der Verein existiert seit fünf Jahren und entstand aus einem Freundeskreis, der sich den Aufbau von Schulen in Gegenden Guineas vornahm, die von der Regierung nicht wahr-genommen werden: Kanty, Wondikhoure und Fodeya.

Herr Bangoura, der selbst das Glück hatte, in einer wohlhabenden Familie in der Hauptstadt Conakre aufzuwachsen, kam zum Studium nach Deutschland. Statt wie viele seiner Landsleute in Deutschland zu bleiben und hier bequem zu leben, kehrte er nach seinem Studium nach Guinea zurück, um seinen Landsleuten mit seinen Kenntnissen und Beziehungen zu helfen.

Der Verein KANIA unterstützt die Schulbildung sowie das Zusammenleben verschiedener Religionen und engagiert sich gegen die Beschneidung von Mädchen. In Lernwerkstätten fördert er die berufliche Weiterbildung, z.B. beim Weben, beim Hausbau und auch dem Anbau von Ananas. Gesundheitsvorsorge ist ebenfalls wichtig: Impfungen und Hygienetipps werden angeboten und über Ansteckungsgefahren aufgeklärt. Um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten, werden Brunnen teilweise in mühseliger Handarbeit gebaut. Nur so ist es möglich, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass ausgebildete Lehrer den Weg in die abgelegenen Regionen finden und dort auch bleiben wollen.

Die ZehntklässlerInnen aus der Profilgruppe 4 hatten viele gute Ideen, wie Geld gesammelt werden könnte, um weitere Projekte zu unterstützen. Nun kann man gespannt sein, was dabei heraus kommt.