Am 14.12.2015 ging der gesamte neunte Jahrgang ins Kino, um sich einen Dokumentarfilm über die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin 2014, Malala Yousafzai, anzusehen, die sich für das Recht auf Bildung für Mädchen einsetzt. Hier sind einige Kommentare.

Tessi, 9d: Malala ist nicht wie andere Mädchen. Sie kämpft um das Recht auf Bildung. Die anderen Mädchen in ihrem Dorf wollten nichts erzählen, weil sie Angst hatten, doch Malala ließ sich nicht einschüchtern. Sie machte den Mund auf und fing an zu reden. Wenn ich in Pakistan lebte, hätte ich wahrscheinlich nicht so gehandelt wie Malala, denn ich hätte zu viel Angst getötet zu werden.

Hulan, 9d: Mir hat der Film Malala sehr gut gefallen. Malala lebt jetzt in England (Birmingham). Dort ist sie nicht mehr die Klassenbeste. Sie setzt sich immer noch für Frauenrechte ein, z.B. in Nigeria, wo die Terrorgruppe Boko Haram 200 Mädchen entführt hat. Was mich erstaunt hat, war die Tatsache, dass die Taliban, als sie in Malalas Dorf kamen, am Anfang sehr freundlich waren.

Serkan, 9d: Ich fand den Film sehr interessant. Ich habe viel über Malala und die Taliban gelernt. … Die Taliban sind Terroristen, die denken, sie wären Moslems, und die die Religion verbreiten und durchsetzen wollen. Aber sie töten, das ist nicht religiös.

Julian, 9d: Ich fand die Dokumentation sehr gut gemacht, besonders die animierten Stellen, da sie halfen, die Situation in Pakistan zu verstehen. Dass die Taliban am Anfang nett waren, hat mich sehr überrascht. Da Malala berühmt ist, hat sie es leicht, etwas zu bewirken. Deshalb kam sie nach Nigeria, um die Hoffnung zurück ins Land zu bringen.

Hassan, 9d: Ich bekam Heimweh, als ich den Film ansah. Mir gefällt an Malala, dass sie sich für die Rechte der Mädchen einsetzt, und ich würde ihr gerne einmal im wirklichen Leben begegnen. Es tut mir leid, dass sie nicht in ihr Heimatland zurückkehren kann. „Taliban“ übersetzt von Urdu auf Deutsch bedeutet „Schüler“. Ich fand überraschend, dass der Mullah Fizullah von allen respektiert wurde und alle ihm zuhörten und ihm folgten. Ganz friedlich begannen die Taliban mit ihrem Plan, und erst, als sie mehr Macht erlangt hatten, kam Gewalt ins Spiel.

Tim, 9d: Malala hatte keine Angst vor den Taliban. Sie hat den Männern, die den Bus überfielen und sie schwer verletzten, verziehen. Malala hatte viel Mut, aber alleine – ohne ihre Familie und Freunde – hätte sie es nicht geschafft. Wir sollten die Schule gut nutzen, da es Länder gibt, wo für das Recht auf Bildung gekämpft werden muss. Malala war im Swat-Tal sehr gut in der Schule, in England ist das jetzt viel schwerer für sie.

Merlin, 9d: Wenn man eine Entscheidung im Leben trifft, wie Malala das tat, ist man immer und überall in Gefahr und lebt in ständiger Angst. Aber man wird auch durch die vielen Leute, die einem folgen, wieder ermutigt.

Edda, 9d: Malalas Leben war ganz normal, bis die Taliban in ihr Tal kamen. Am Anfang waren sie nett und haben mit den Frauen gesprochen, doch als sie die Menschen an der Leine hatte, zeigten sie ihr wahres Gesicht. Zum Beispiel haben sie Fernseher und Computer verbrannt und zerstört. Sie stellten schlimme Regeln auf. Wer sich nicht daran hielt, wurde verprügelt oder getötet. Malala hat sich gewehrt und ihre Meinung gesagt. Später verboten die Taliban den Schulbesuch für Mädchen. Malala ging trotzdem weiter in die Schule. Eines Tages hielten die Taliban den Schulbus an und schossen Malala in den Kopf.