Im Juni 2015 fand die Klassenfahrt der damaligen 9e statt, welche die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auf dem Fahrrad von Bremen aus über Hamburg bis nach Niendorf an der Ostsee führte.

Da eine so lange Tour ohne entsprechende Planung nicht möglich gewesen wäre, gibt Jan darüber Auskunft, wie die Tagesziele gesetzt wurden:

 -Insgesamt sind wir auf unserer Fahrradtour ca. 320 km mit dem Fahrrad gefahren.

-Am ersten Tag sind wir vom Bremer Hautbahnhof nach Badenstedt gefahren. Dies waren ungefähr 60 Km.

-An Tag zwei sind wir von dort aus weiter nach Hamburg gefahren. Dies war eine lange und schwere Fahrt, da wir an diesem Tag 80 Km fahren mussten. Zudem war auch noch sehr schlechtes Wetter.

-Tag drei war ein Faulenzertag in Hamburg.

-An Tag vier sind wir von Hamburg aus nach Lauenburg an der Elbe gefahren. Dies waren ca. 60 Km.

-An Tag fünf sind wir von Lauenburg an der Elbe nach Ratzeburg gefahren. Dies waren wie am Vortag ca. 60-70 Km.

-An Tag sechs sind wir von Ratzeburg nach Niendorf an der Ostsee gefahren. Dies waren ca. 40 Km. Wir waren alle froh, als wir endlich an unserem Ziel angekommen waren.

 

Sidar berichtet, wie der erste Tag erlebt wurde:

Der erste Tag, war ein sehr aufregender Tag. Wir haben uns um 10:00 Uhr vor dem ADFC Bremen am Hauptbahnhof getroffen und haben bis 10.45 die Fahrräder überprüft, ob sie sicher sind. Außerdem wurden auch an ein paar Schüler Fahrräder ausgeliehen.

Unsere Lehrer hielten noch eine Ansprache und anschließend haben wir die 300 km Reise begonnen.

Die erste große Pause die 30 Minuten lang war, war am „Uni See“ Bremen. Weiter ging es dann nach Lilienthal. Auf dem Weg haben wir zwei kleine Pausen gemacht, wo wir Müsliriegel als Stärkung gefuttert haben.

Um 18:00 Uhr sind wir endlich nach der erschöpften Fahrt angekommen.

Nach der Ankunft haben wir die Zelte aufgebaut und die Kochgruppe hat angefangen

Spagetti zu kochen, was ihnen sehr gut gelungen ist. Als wir mit dem Essen fertig waren, sind wir zu Erfrischung duschen gegangen und haben das ganze warme Wasser verbraucht. Abends haben wir uns noch unterhalten und sind ins Bett gegangen."

 

Natürlich durften für die folgenden Tage die Kräfte nicht fehlen, so dass täglich das Essen eine wichtige Rolle spielte:

Essen Tag 1: Frühstück&Lunch mussten wir selber mitnehmen. Für das Abendessen hatten wir das Essen schon dabei. Es gab Spaghetti mit Bolognese-Sauce.

Essen Tag 2: Frühstück gab es Brot mit Aufschnitt und Milch z.B. für Kakao. Richtung Hamburg haben wie einen Zwischenstopp in York gemacht und dort eingekauft. Weil wir so spät ankamen, gab es nur Brot.

Essen Tag3 : Es gab wieder das gleiche Frühstück. Mittags gab es Fleisch mit Reis und Salat. Am Abend haben wir, weil wir den anderen Tag nichts richtiges hatten, Pizza bestellt.

Essen Tag 4: Normales Frühstück mit Brot. Am Abend aßen wir eine leckere Gemüsesuppe mit Fleischzusatz für die nicht Vegetarier.

Essen Tag 5: Frühstück Brot und Kakao. Eine Gruppe grillte ein leckeres Stück Fleisch. Dazu gab es Reis.

Essen Tag 6: Gewöhnliches Frühstück. Abends etwas Fisch mit Kartoffeln und Spinat.

Essen Tag 7: Tägliches Frühstück mit Brötchen. Abends Essen in einer Pizzeria.

 

Ludmilla beschreibt, wie das Highlight Hamburg erlebt wurde:

Nachdem wir am Tag zuvor von Badenstedt 80 km nach Hamburg gefahren sind und erst um 21:30 Uhr angekommen sind, waren wir alle ziemlich Müde und wollten nur ins Bett. Unsere Lehrer haben uns am nächsten Tag einen freien Tag gegönnt, der unbedingt nötig war. Am selben Tag fuhren Frau Funck, Patricia, Alina, Zoran und ich vom Elbe Camp (wo wir zu der Zeit zelteten) mit den Fahrrad (einschließlich dem Pino) zur Fährhaltestelle, wo wir dann unsere Räder angeschlossen hatten und mit dem Bus bis nach Alttonau fuhren, wo wir uns die Stadt etwas genauer ansahen. Wir waren beim Hafen, der gefühlt ungefähr dreimal so groß war wie der in Bremen. Außerdem sind wir mit U-Bahn und S-Bahn zu den Landungssbrücken gefahren, die dafür bekannt sind, dass deutsche Bürger dort früher mit Schiffen nach Amerika ausgewandert sind, was uns Frau Funck erzählte. Als Letztes waren wir noch bei der Reeperbahn (auch als Rotlicht-Milieu bekannt). Dort war es sehr interessant, weil es sehr zentral war, man einfach mit der U-Bahn hinfahren konnte und man so etwas nicht jeden Tag sieht. Gesehen haben wir viele Kneipen, Döner-Läden und Sex Shops. Was auch interessant war, war die Reihenfolge der Shops: erst Sex Shops, dann Döner-Läden...

Es war sehr amüsant Hamburg mal von einer anderen Seite zu sehen, die ich so persönlich nie zu gesehen bekommen hatte. Danke!

 

Übernachtet wurde auf Campingplätzen, wobei sich dies nicht immer so einfach wie erhofft entwickelte, wie sich Kilian erinnert:                                                                                    

Die Campingplätze der Klassenfahrt, die wir besucht haben, waren allesamt nicht so toll. Wir hatten oft das Problem, dass die Heringe nicht in den Boden passten, da der Boden entweder zu fest oder zu locker für die Heringe war. Es kam also oft vor, dass der Boden mit Steinen bestückt war und wir die Heringe nur mit Glück in den Boden bekamen oder der Boden durch den Regen zu weich wurde und die Heringe so wieder raus rutschten. Das gleiche Problem hatten wir auch auf dem Campingplatz Elbe-Camp, da der Boden aus Sand war rutschten die Heringe so aus dem Boden. Doch es gab noch ein größeres Problem auf dem Elbe-Camp ...

Paul, ein kleiner verspielter Junge mit einem Metalldetektor...

Paul ging mit seinen Detektor auf Schatzsuche... er bekam ein Signal von seinem Detektor und zog unaufhaltsam Stück für Stück unsere Heringe raus...

Es war ein toller Campingplatz für die Heringe (Sarkasmus).

 

Ein weiterer Höhepunkt war das Erreichen des großen Ziels der Ostsee. Marsel und Siyamend beschreiben dieses Erlebnis:

Als wir an der Ostsee ankamen, waren wir alle ziemlich erschöpft. Wir suchten erst mal Ruhe und wollten uns sammeln, denn wir hatten 300 km hinter uns und unser langersehntes Ziel erreicht. Als sich alle letztendlich gesammelt hatten, schnappten sich die Jungs bei schlechtem Wetter die Badehosen und rannten in die Ostsee.

 Die Jungen schwammen in der kalten Ostsee trotz schlechtem Wetter. Sie berichteten den Mädchen, dass im Wasser viele Quallen waren und das Wasser sehr angenehm bei diesen Temperaturen war. An dem darauf folgenden Tag schnappten sie morgens wieder ihre Badehosen und gingen wieder schwimmen. Sie prahlten davon, dass das kalte Wasser sehr gut für das Immunsystem sei, welches durch die vorherigen Tage der Fahrradtour sehr geschwächt sei.

Das Wetter verbesserte sich nicht, was dazu führte, dass die Lehrer gemeinsam mit den Schülern einen Schlüssel für ein Jugendfreizeithaus organisierten, welches einen Kicker und einen Billardtisch zu bieten hatte. Nachdem sich die Schüler im Jugendfreizeithaus ausgetobt hatten, sammelte sich die Klasse zum gemeinsamen Essen in einem italienischen Pizza-Restaurant zu einem Pizza-Essen, welches jedem sehr gut schmeckte. Mit vollgeschlagenem Bauch ruhten sich die Schüler für den morgigen Tag aus.

 

Hasan erinnert sich, dass während der Fahrradtour einige Lasten mit sich geführt und bewegt werden mussten, was einigen Einsatz und Strapazen bedeutete.

Die Klassenfahrt brachte viele Anstrengungen mit sich. Der Hänger war sehr beliebt bei den Jungs.

Es gab sogar Streitereien, wer die Hänger ziehen müsse, aber auch Tage, an denen sich Freiwillige meldeten. Besonders der gut aussehende Hasan und der liebe Sinan zogen oftmals den Hänger, aber auch die anderen Jungs zogen freiwillig den Hänger, worauf die Klasse sehr stolz auf sie war. Es gab sehr viele Berge, die wir hochfahren mussten. Als wir abends im Camp angekommen sind, waren wir oft müde und erschöpft. Wir mussten am nächsten Morgen meist wieder weiter und wir hatten also nicht viel Ausruhmöglichkeiten, aber wir haben es trotzdem geschafft, die 300 km zu fahren. Es gab während der Fahrt Strecken, die einfach geradeaus gingen aber trotzdem sehr schwierig waren, aufgrund der Straßen. Wir haben bemerkt: je mehr kleine Steine auf dem Weg sind, desto schwieriger ist die Fahrt - vor allem noch mit dem Hänger...

 

Die Rückfahrt von der Ostsee nach Bremen fand mittels Zug statt. Patricia und Alina erläutern, wie die Rückreise durchgeführt wurde:

Nachdem wir unsere Klassenfahrt leider durch das schlechte Wetter am 19.06.2015 abbrechen mussten, wurden wir für die Zugrückfahrt in drei Gruppen eingeteilt.

 In einer Gruppe waren eine Aufsichtsperson und ca. 5-8 Schüler. Die gesamte Klasse ist mit dem Fahrrad zum Bahnhof „Grevesmühlen“ gefahren, aber jede Gruppe ist zu unterschiedlichen Zeiten abgefahren. Jeder Gruppe musste dreimal umsteigen: Von Grevesmühlen mussten wir in den Zug nach Lübeck einsteigen. In Lübeck angekommen hatten wir ca. 10 Minuten Zeit, um zum nächsten Zug nach Hamburg zu gelangen. Nicht zu vergessen, dass das Gepäck und das Fahrrad immer dabei waren! In Hamburg angekommen ging es dieses mal entspannter voran, weil wir ca. 20 Minuten Zeit hatten, um den Zug nach Bremen zu bekommen. Es gab viele Strapazen, weil es nicht einfach war, die Fahrräder und das Gepäck durch den Bahnhof zu schieben und die Treppen hoch- und runter zu bekommen. Zudem war es vor allem in Hamburg eine Qual, bei so einer Menschenmenge - es war sehr voll. Da wir zu wenig Zeit hatten, konnten wir die Fahrstühle nicht verwenden und waren auf die Hilfe anderer Menschen und der Gruppe angewiesen. Durch die Hilfe der Klasse und dem Zusammenhalt haben es dann alle geschafft die jeweiligen Züge zu bekommen.

In Bremen angekommen mussten die, die ein Fahrrad vom ADFC ausgeliehen hatten, das Fahrrad abgeben, und die uns ausgeliehenen Zelte, Isomatten und Schlafsäcke abgeben.

Alles in allem war es eine stressige, lange und turbulente Fahrt, die wir aber alle mit Erfolg gemeistert haben!

 

Zum Abschluss noch einige Impressionen: